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Die Save-Me-Kampagne

Jeden Tag sind irgendwo auf der Welt Menschen gezwungen ihre Heimat zu verlassen und zu fliehen, weil dort Krieg herrscht oder sie aus bestimmten Gründen verfolgt werden. Vielen dieser Menschen ist es nicht möglich, in absehbarer Zeit wieder in ihre Heimat zurück zu kehren. Daher ist es nötig diesen Menschen anderswo auf der Welt eine neue Perspektive zu bieten. Dazu hat der UNHCR, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, bestimmte Programme entwickelt. Dabei geht es um die Neuansiedelung von Flüchtlingen, in der Fachsprache auf Englisch „Resettlement“ genannt. An diesen Programmen nehmen schon etliche Länder, z.B. die USA, Kanada, Großbritannien, und die skandinavischen Länder, seit vielen Jahren teil. Sie nehmen jedes Jahr ein bestimmtes Kontingent an Flüchtlingen auf und bieten ihnen auf Dauer sichere Zuflucht und eine Zukunftsperspektive.

Als die Save-Me-Kampagne, einem Bündnis von über 60 verschiedenen Organisationen, im Jahr 2008 an den Start ging, bestand das Ziel primär darin, die deutsche Regierung dazu zu bewegen, „ja“ zum Flüchtlingsschutz und insbesondere zum Resettlement zu sagen. Dazu wurden sogenannte Paten gesucht, die hinter der Idee stehen. Pate heißt dabei nicht, dass eine konkrete Patenschaft mit finanziellen Verpflichtungen für einen bestimmten Flüchtling übernommen wird, sondern, dass man Pate für die Idee an sich steht. Wer möchte, kann sich aber auch konkret um einen Flüchtling kümmern, um diesen dabei zu helfen, sich in seinem Aufnahme Land besser zu Recht zu finden. Außerdem laden wir zu unseren vielen Aktivitäten im Rahmen der Save me-Kampagne herzliche ein.

Ein Einstieg, an den Resettlement-Programmen des UNHCR teilzunehmen, wurde mit dem Beschluss der Innenministerkonferenz vom 09.12.2011 beschlossen. Dabei haben die Innenminister von Bund und Ländern die Teilnahme Deutschlands für die kommenden 3 Jahre beschlossen und jährlich 300 Flüchtlinge aufzunehmen. Unser Ziel muss aber die dauerhafte Beteiligung Deutschlands mit höheren Aufnahmezahlen sein.

Die Arbeit geht also weiter. Auch bei uns in Aachen. Daher nahm die Aachener Save Me-Kampagne am "Skills Share Day" in Brüssel teil. Mehr zum Vernetzungs-Projekt und dem EU Resettlement Network findet man unter http://www.resettlement.eu. Unter http://www.resettlement.eu/page/eu-resettlement-skills-share-day ist es möglich sich ein Video des Skills Share Day anzusehen.

Aachen ist eine der aktivsten Save-Me-Städte, was nicht zuletzt an dem starken Engagement der Asylgruppen des Aachener Amnesty-Bezirks liegt. Viele Aktionen unserer Gruppe stehen auch im Zeichen von Save-Me, wie zum Beispiel die Kochgruppe, der Patenstammtisch, aber auch viele Infostände, Filmveranstaltungen und Podiumsdiskussionen. Wir versuchen, Save me-Arbeit mit anderen Flüchtlingsthemen zu verbinden. Unsere Kernforderung dazu: Deutschland muss mehr Verantwortung im Flüchtlingsschutz übernehmen!

Hier finden Sie ein Radiointerview von AntenneAC aus dem Jahr 2013 über die Save-Me-Kampagne: Teil 1 und Teil 2.

Mehr Informationen zur Save-Me-Kampagne im Allgemeinen und der Aachener Save-Me-Kampagne im Besonderen finden Sie hier:

http://www.save-me-kampagne.de

http://www.save-me-aachen.de

http://de-de.facebook.com/savemeaachen